
Kulturnacht: Modeschau mit Kleidung aus Chile / Noche cultural: Desfile de moda con ropa de Chile 2025
Das Projekt Alimapu ist eine künstlerische, textile und interkulturelle Plattform, die bewusstes Design, traditionelle Goldschmiedekunst und das kollektive Gedächtnis miteinander verbindet. Basierend auf den Prinzipien von Slow Fashion und Community Arts (Gemeinschaftskunst) wird das Projekt durch eine transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der chilenischen Textilkünstlerin Fran Montecino und der kolumbianischen Goldschmiedemeisterin Graciela Carrion zum Leben erweckt.
Der Name Alimapu stammt aus der Sprache der Mapuche („heisses oder trockenes Land“). So nannten die indigenen Mapuche-Chango-Völker einst die Bucht von Valparaíso aufgrund der lehmfarbenen Hänge ihrer Hügel. Inspiriert von diesem Ort und erweitert um die landschaftliche und kulturelle Vielfalt ganz Lateinamerikas, schlägt das Projekt durch die Kraft der Materialien eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Durch die Techniken der textilen Collage und des Handnähens entstehen aus Stoffresten von Leinen, Baumwolle und recycelten Fasern einzigartige Kleidungsstücke. Jedes Teil wird wie eine Leinwand und eine Metapher behandelt: Einzelne Stofffragmente fügen sich zusammen, um Identitäten zu rekonstruieren, Geschichten des Lebens im Hafen zu erzählen und unsere Beziehung zur Umwelt zu reflektieren. Die Kollektion umfasst 11 exklusive Outfits, von denen 3 geschlechtsneutral (genderneutral) gestaltet sind, um traditionelle Grenzen zu überschreiten und tragbare, fliessende Kunst für alle zu bieten.
Als essenzielle Ergänzung integriert das Projekt hochwertigen, nachhaltigen Schmuck. Durch die Verwendung der Tagua-Nuss (bekannt als pflanzliches Elfenbein aus den pazifischen Regenwäldern) und die traditionelle Technik der Goldschmiedekunst mit durchbrochenem Blech wird das Konzept des präkolumbianischen Amuletts neu interpretiert. Diese Stücke sind symbolträchtige Objekte, die den Menschen wieder mit den Kräften der Natur verbinden und das prähispanische Erbe bewahren.
Weit mehr als eine reine Modeschau ist das Projekt Alimapu eine kulturelle Intervention. Es möchte das Publikum für eine kritische Nachhaltigkeit sensibilisieren und lädt die Gemeinschaft dazu ein, achtsamere Rhythmen anzunehmen. Ähnlich wie die alten Muster und Fäden der lateinamerikanischen Tradition funktioniert jeder Knoten, jede Naht und jedes Schmuckstück in diesem Projekt als visuelles Kommunikationssystem. Es bewahrt Informationen, feiert die Vielfalt und erzählt eine kollektive Geschichte, die uns alle miteinander verbindet.
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Frauen Kunst und Migration
1st Edition 5.-6. MAI 2023
Die Ausstellung Frauen Kunst und Migration" vereint in einer Gemeinschaftsausstellung vierzehn Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen und unterschiedlicher Herkunft, auf einen gemeinsamen Nenner-die Erfahrung des Einwandererdaseins. Jede von ihnen verließ ihr Land aus unterschiedlichen Gründen. Jede von ihnen teilt in dieser Ausstellung ihre besonderen. Erfahrungen durch persönliche Ausdrucksmittel-sei es Tanz, Poesie, Malerei oder Fotografie.
Doch nicht nur das Thema „Migration" bringt sie in dieser Ausstellung zusammen. Zumindest nicht direkt. Es gibt kein kuratorisches Drehbuch, sondern einen linearen Rundgang durch die Ausstellung, der den Begriff der Migration, ihre Geschichte und ihre Entwicklung zusammenfasst. Die Werke scheinen aus einer Laune heraus arrangiert zu sein. Die Stile und Personlichkeiten sind so unterschiedlich, wie die Künstlerinnen selbst. In diesem scheinbaren Chaos gibt es jedoch eine subtile Verbindung, die das gesamte Ensemble verbindet: Die Werke werden nicht für ihre alleinige Ausstellung als Objekte verwendet, sondern um die Frauen dahinter hervorzuheben, d. h. sie werden als Mittel zur Expression genutzt, denn sie und nicht ihre Werke sind in dieses Land eingewandert.
So wird die Künstlerin als Objekt der Ausstellung in der Situation als migrierte Person präsentiert, welche aus einem Ort und einer persönlichen Erfahrung ein Werk/Medium entwickelt hat. In mehreren, der ausgestellten Werke, steht das darin festgehaltene Ergebnis indirekt im Zusammenhang mit dem Konzept der Migration und spiegelt Erfahrungen, Situationen und Erinnerungen an bestimmte Situation wider. In anderen Fällen sprechen die Werke jedoch ausdrücklich von der Erfahrung, dem Lernen oder dem Zustand der Migrantin. Und in einigen. anderen liegt das zentrale Thema in der Schönheit des Objekts selbst.
Die Werke sowie die Künstlerinnen fusionieren zu einem Subjekt der Ausstellung, inspiriert durch die Erfahrungen Ihrer Migrationsjahre. IntegrArte zeigt diese Ausstellung basierend auf Ihrem Leitbild Integration durch Kunst" und bietet den Künstlerinnen eine Buhne sich der breiten Bevölkerung präsentieren zu können.
Zeitgenössische Kunst hat auf unterschiedliche Weise versuch t, das Konzept der Migration durch Förderung von Ideen zu unterstützen. Im Rahmen des Projektes, Frauen Kunst Migration" soll die künstlerische Expression der Migrantinnen ermöglicht und eine Plattform für den Dialog mit der Bevölkerung geschaffen werden.
Kuratiert von Ines Deveaux
Informationen zu den Künstlerinnen der Ausstellung “Frauen Kunst Migration”
Rosa Benítez Navarro
*1963 in Granada, Spanien, lebt und arbeitet in Rapperswil-Jona. Ihre Kunstform ist die Sprache der Poesie, in welcher Sie nach Ursprüngen sucht, um immer weiter kreativ zu wachsen.
Yareni Arredondo
*1982 in Mexiko Stadt, Mexico, lebt und arbeitet in Rapperswil-Jona. In Ihrer Keramikkunst widerspiegelt sich Ihre Herkunft sowie Erfahrungen, welche Sie während Reisen auf der ganzen Welt erworben hat.
Honys Torres
*1969 in Caracas, Venezuela, lebt und arbeitet in Zürich. Die Dualität Ihrer Werke soll dazu anregen, unsere Lebensart inmitten von Marken und Logos zu hinterfragen.
Noe Sonderegger
*1984 in Buenos Aires, Argentinien, lebt und arbeitet in Luzern. Von 2019 bis 2021 produzierte die Fotografien die Fotoserie „Migrare“, die das Leben von Migranten in
der Schweiz beleuchtet.
Marcela Adasme.
*1979 in Santiago de Chile, Chile, lebt und arbeitet in Zürich. In Ihrer Arbeit verbindet Sie Figuration, Realismus und Abstraktion. Frauen sind für Sie eine ständige Inspiration, zwischen verschiedenen Zeiten, Räumen und Kulturen.
Silvia Salvango
*1973 in Argentinien, lebt und arbeitet in Basel. Sie erforscht Themen der Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens. Sie arbeitet hauptsächlich mit Öl und Aquarell.
Irene Rodríguez
*1956 In El Dorado Misiones, Argentinien. In Ihrer Kunst möchte Sie den Kampf der Migration in Bewegung sichtbar machen und für ein Recht auf Gerechtigkeit, Würde und Freiheit appellieren. Sie war zudem im Jahr 2005 für den Friedensnobelpreis mit dem Projekt «Tausend Frauen für den Frieden» nominiert.
Sara Sepulveda
*1980 in Valencia, Spanien, lebt und arbeitet in Basel. In Ihren Werken, konzentriert Sie sich, auf die inneren Landschaften unserer Seele, Erinnerungen und Gefühle. Sie versucht die Realität auf eine Emotion zu reduzieren.
Graciela Carrión
*1972 In Bogotá, Kolumbien, lebt und arbeitet im Kanton Thurgau. Sie nutzt zur Herstellung Ihrer kunsthandwerklich gefertigten Schmuckstücke die von präkolumbianischen Kulturen bereits verwendeten Wachsschmelztechnik.
Francisca Montecino Mack
*1985 in Santiago de Chile, Chile. In Ihre Kunstform des Schneiderns fliessen die Wurzeln verschiedener lateinamerikanischer Kulturen, Rassenmischungen und das koloniale Erbe mit ein.
Ximena Quinteros
*1978 in La Paz, Bolivien, lebt und arbeitet in Zürich. Ab Ihrem 17. Lebensjahr begann Sie Ihre Kunst mit Schamanismus zu kombinieren. Ihre Leidenschaft liegt darin, die Botschaften des Geistes auszudrücken, universelle Symboliken und Codes in Gemälden sichtbar zu machen, die direkt die Seele des Betrachters berühren sollen.
Denisse Rodríguez
*1990 in Santiago de los Caballeros, Dominikanische Republik. Ihre Liebe zur Kunst drückt Sie durch Ihr Schaffen in der Fotografie aus.
María Vitualano
*1971 in Neapel, Italien, lebt und arbeitet in Rapperswil-Jona. Bereits in Kindesalter entdeckte Sie die Kunstform des Flamencos und lebt und liebt diesen Ausdruckstanz seither.
Erika Landolt
*1989 aus Deutschland, lebt mit ihrer Familie in Glarus Nord. Sie konzentrierte sich die letzten Jahre auf intuitive Malerei mit Acryl und Pastellkreide. Davor fokussierte sie sich auf Stillleben mit Ölfarbe. “Kunst ist für mich das Ergebnis zwischen
Spiritualität und der realen Welt"
Projektveranstalterin
IntegrArte
*2022, gegründet von Ruth Pilotto, als transkultureller Raum um die Integration von Menschen durch Kunst im Raum Rapperswil-Jona zu fördern. Erarbeitet werden Projekte, Veranstaltungen und Workshops in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Protagonisten, mit dem Ziel, Räume für kollektive Integration, gemeinsames Lernen sowie den interkulturellen Erfahrungsaustausch zu fördern.
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